Roth Wiesenbronn

Rothwein aus Wiesenbronn

 

Sehr gerne habe ich früher in Iphofen eingekauft, zuerst bei Ruck, dann bei Wirsching. Ruck ist mir aber – mit Verlaub – wergli etwas zu teuer geworden. Vertritt auch Glyphosat-freundliche Standpunkte in einem Käseblatt vom Main. Natürlich sind die Weine ihr Geld wert, ich gehe dann wieder hin, wenn ich im Lotto gewonnen habe und der Sohn seinem Vater beigebracht hat, dass die Glyphosat-Zeit vorbei ist. Über Wirsching habe ich tatsächlich schon geschrieben. Bis die es nicht mehr wollten, ich weiß warum, es ist lächerlich, muss es aber nicht breit treten.

Ein Spitzenwinzer aus Franken – Luckert - ist in Sulzfeld am Main und hat den Zehnthof. Macht schon immer Bio. Ich kann die Weine in Düsseldorf bei Hartwig Fricke kaufen. Dann bleibt mir im Kofferraum Platz für andere Landesprodukte, wenn ich mal wieder aus Franken nachhause fahre.

Früher kauften wir auch sehr gerne bei verschiedenen Winzern am Main. Sind aber jetzt vorsichtig geworden und das hat auch etwas mit Glyphosat zu tun.

Aber damit kommen wir langsam zur Sache. Weintrinker schauen auch mal in die Glotze, vor allem, wenn es um Wein geht. BR 3 brachte da eine Sendung über Bio-Winzer aus Franken. Einer war in der Nähe von Hammelburg, der andere aus Wiesenbronn. Das liegt ziemlich nahe an Iphofen und wird vom Schwanberg beschützt, wie Winzer Roth schreibt. Bemerkenswert ist, dass Gerhard Roth schon Bio-Weine machte, als es den Begriff Bio überhaupt noch nicht gab. Weil er gegen gewisse Stoffe allergisch reagiert. Was mir persönlich irgendwie sympathisch erscheint, ich reagiere allergisch bei gewissen Dingen, auch wenn ich nicht allergisch bin.

Seit 1974 betreiben die Roths ökologischen Weinbau. 50% der Rothweine sind Rotweine. Keine Bewässerung, keine Mineral- oder Kunstdünger, keine Pestizide. Begrünung mit Wildkräutern, Einsaat von Leguminosen (Hülsenfrüchte, Schmetterlingsblüten), Gräsern und Kräutern.

Hier mache ich ausnahmsweise Reklame. Empfinde ich aber eher als Information. 

Weitere Infos gibt es hier:

www.weingut-roth.de

 

Der Link zu der BR3-Sendung:

 

https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/unter-unserem-himmel/unter-unserem-himmel-fraenkische-winzer-neue-wege-100.html

An und durch Wiesenbronn sind wir oft (vorbei)gekommen, wenn wir in der Gegend von Castell oder Iphofen unseren kulinarischen Entdeckungen nachgingen. Das liegt auch daran, dass die Bundesstraße zwischen Neustadt/Aisch und Kitzingen landschaftlich nicht so erbaulich ist und wir lieber durch die Weinberge fahren. Manchmal im wahrsten Sinn des Wortes. Jedesmal, wenn wir durch Wiesenbronn kamen, brach Marianne in Entzücken aus. „Was für ein netter Ort“. Es ist aber eine reine Frage der Priorität, wo wir in Franken übernachten. Manchmal möchten wir uns wirklich zweiteilen und uns beamen.

Als wir im Mai 2016, von Oberfranken kommend, Richtung Mittelfranken fuhren, hatte ich unser Navi mal wieder auf Autobahnvermeidung eingestellt. Dabei erlebt man Landschaften, die man sonst nie gesehen hätte. Plötzlich fuhren wir in Wiesenbronn ein und meine im Kleinhirn implantierte Alarmanlage schrillte. Es war Sonntag und wir kamen gerade ans Weingut, als sich eine Gruppe verabschiedete, die im Rothwein-Hotel übernachtet hatte, voll des Lobes war und damit gar nicht mehr aufhören wollte. Wir bekamen dann trotzdem eine Kiste Wiesenbronner Spätburgunder trocken, VDP-Ortswein, die allerdings in unserem Quartier in Mittelfranken ratzfatz ausgetrunken war.

Der Spätburgunder von Roth ist nun einer von jenen, die mir nächtlings kein Sodbrennen bescheren, deswegen habe ich ihn nun schon mehrfach nachbestellt. Spätburgunder, Grauburgunder, Weißburgunder, Silvaner, Bacchus und Rose. Und Strapswein. Wenn Sie die Traube nicht kennen, fragen Sie mich. 

Abschließend ein kleiner Kalauer:

 

Es könnte durchaus sein, dass Sie Weißwein im Glas haben, wenn Sie Rothwein trinken.

 

Quellenangabe:

 

Einige Bilder hat mir Frau Nicole Roth übersandt. Einige habe ich mir halbkriminell anderweitig besorgt. Da kann ich nicht sagen, woher. Wenn Sie es herauskriegen, spendiere ich eine Flasche Rothwein. Unter der Voraussetzung, dass Sie mich nicht denunzieren.

 

Etzertla.

 

Heinz Elflein

30.01.2017