MeierSchmidt Ulsenheim

Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich mit den Weinen von Markus Meier angefreundet habe. Schlüsselerlebnis hierfür war ein Besuch im Restaurant des Landhotels Ehegrund in Sugenheim.

Im Schatten des Schlosses. Dort hat mich der Silvaner überzeugt und ich dachte erst, Erzeuger sei die Familie Meyer vom Schwarzen Adler in Ulsenheim, bis mich der Wirt aufklärte.

Als ich dann in der Altfränkischen Weinstube Zu den drei Kronen in Bad Windsheim ebenfalls auf Meiers Weine stieß – meine weiblichen Begleitungen waren von dem Secco Rose` sehr angetan – habe ich beschlossen, doch mal nach Ulsni zu Meier zu fahren. Kleine Besonderheit: dort, wo ich groß geworden bin, in Windsa, sagt man Ulsna. Ich habe den Weg trotzdem gefunden. Die Sprachgrenze ist übrigens bei Krautostheim. Und wer in Windsa "Windsi" sagt, sollte schleunigst den Marktplatz verlassen.

Meiers Weine wachsen am Main (Randersacker, Sommerhausen, Marktbreit) und an den Hängen des Südlichen Steigerwaldes in der Nähe. Das Weingut selber residiert außerhalb von Ulsenheim, direkt rechts der Straße 2256, wenn man vom Osten her aus dem Ehegrund kommt. Fährt man auf der Straße weiter, ist man im Nu in Uffenheim. Das ist auch der Grund, weswegen ich früher ungern nach Ulsenheim gefahren bin. Bevor ich den Schwarzen Adler kennenlernte. Ich halte diesen Abschnitt landschaftlich nicht so erbauend. Nur riesige Felder mit schwerer Erde, die freilich den Wohlstand der Bauern an der Gollach begründet. Er sei ihnen gegönnt.

Aber es geht hier um das Weingut Markus Meier und nicht um Uffni. Ich kam im Oktober 2016 zu einer Zeit, als die Vinothek noch geschlossen war (Öffnung 13:00 Uhr). Etwas stinkig und bereit, wieder wegzufahren, lief ich aber dann der Dame des Hauses über den Weg, die mir sofort und ausgesprochen freundlich die Tür öffnete. Den Winter über haben wir uns dann an der kleinen Selektion erfreut, die ich nach Neuss am Rhein mitgenommen habe. Neben den anderen Bio-Weinen aus Franken, die in meinem Keller Platz gefunden haben.

Gleichwohl war mir noch nicht bekannt, wie es sich beim Weingut Markus Meier mit dem Einsatz von Herbiziden verhält. Um dem ein Ende zu bereiten, habe ich nachgeforscht.

"Lieber Herr Elflein, wir verwenden seit einigen Jahren keine Herbizide mehr und seit über 10 Jahren keine Insektizide. Aktuell bewirtschaften wir einige unserer Flächen sogar ausschließlich Biologisch und planen im kommenden Jahr komplett umzustellen. "

Ich muss zugeben, dass mich diese Antwort sehr erfreut hat. Brauche ich doch mein neues Prinzip, nur Weine von „Glyphosat-freien“ Winzern zu trinken, nicht zu durchbrechen, wenn wir wieder bei Marco Schneider in der Altfränkischen Weinstube zu Bad Windsheim sitzen.

Das war 2017.

Inzwischen nennt sich das Weingut in Ulsenheim "MeierSchmidt".

Ein Partner ist offiziell dazu gekommen.

https://www.meier-schmidt.de/

https://youtu.be/qFtoqrzyNm4

Die Fotos habe ich nach Genehmigung der Website von MeierSchmidt entnommen