Volkach

In Volkach sind wir immer gerne, wenn wir gediegene, fränkische Trink- und Esskultur in zünftiger Umgebung genießen wollen. Der Ort an der Mainschleife ist einer der beliebtesten  Touristenorte. 

Das Rathaus von Volkach wurde 1544 erbaut. Das Fachwerkteil in der Mitte ist der Verkünderker. Wikipedia: Das Volkacher Rathaus ist heute beliebtes Fotomotiv, ziert viele Publikationen zum fränkischen Weinland und steht als Symbol, neben der Kirche Maria im Weingarten, für die Volkacher Mainschleife. 

Zuletzt waren wir vor langen Jahren zu Gast im Restaurant-Hotel zur Schwane und haben die gute unterfränkische Küche im schattigen Gastgarten genossen. Ein Ort zum Verbleiben. Neuerdings beinhaltet das Haus auch eine Sternenküche, den WEINSTOCK.

 

Nicht versäumen sollte man, die Maria im Weingarten zu besuchen. Sie beherbergt noch heute ein bedeutendes Kunstwerk des Bildschnitzers Tilman Riemenschneider.

Das unterhalb des Chorbogens hängende Schnitzwerk war das letzte Marienbild Riemenschneiders, bevor er durch die Bauernaufstände und seine eigene Beteiligung daran an weiteren Arbeiten gehindert wurde.

 

Eine der schönsten Aussichtspunkte am Main ist die Mainschleife mit der Vogelsburg. Seit einigen Jahren gibt es dort auch ein Hotel mit Restaurant. Auf der Karte steht unter anderem die "Kloster-Wurscht-Platte" mit Wurstwaren von der Klostermetzgerei Münsterschwarzach. Ich finde es sehr erhebend, mit Schweinskopf zwischen den Zähnen auf den Escherndorfer Lump oder das Nordheimer Vögelein zu blicken. Freunde der Deutschen Sprache werden freudig zur Kenntnis nehmen, dass man "Wurscht" endlich mal richtig schreibt.

 

Wer danach durch die Weinberge des Escherndorfer Lump streift, kann eventuell zur Kenntnis nehmen, ob die Erzeuger vielleicht inzwischen ihre Pfoten vom Glyphosat lassen. Ich bin Ende Juni 2022 wieder da und werde mir das ansehen.

 

 

Heinz Elflein

Juni 2022