Iphofen

Von der Mainschleife nach Iphofen ist es nicht allzu weit. Wir kamen durchs Rödelseer Tor und bekamen im

Zehntkeller

ein Zimmer mit Aufzug, was in Franken ein großer Komfort ist, uns aber auch etwas frei machte. Wollten vom 29.06. bis 02.07. da bleiben.

Das Abendessen am 29.06. im Hof:

tomatisierte Fischsuppe, 2 x Rehfilet, anschließende Weinorgie. 

Iphöfer Kammer

 

Wochenlang vorher hatten wir einen Tisch in der Iphöfer Kammer reserviert, wohl das NonPlusUltra für gehobene Küche in Iphofen.

30.06., 18:00:

Carpaccio Seeteufel Tintenfisch

Tortellini, Parmesanschaum Sommertrüffel

zweierlei vom Reh Sommergemüse Semmelfan

Rinderrücken Rosmarinkartoffel Bohnen 

Das Carpaccio sei sterneverdächtig, habe ich Frau Kaufmann gesagt. Von Sternen wollten sie aber nichts wissen. Die Fliegenplage war auch hier stark. Habe mich gerächt und eine in das leere Weinglas eingeschlossen, werde nie erfahren, was Frau Kaufmann damit gemacht hat. Bier gibt es in einem Weinort meist nur aus der Flasche. Weil Frau Kaufmann es vorher einschenkt, ist das nicht so auffällig. Alle Weine sind von Wirsching, weil Wirsching das Lokal gehört. Das ist zu tolerieren. Weil Wirsching-Weine das erforderliche Spektrum abdecken.

 

Den Absacker nehmen wir wieder im Hof des Zehntkellers und treffen dort Leute, die das Romantikhotel als Zwischenstation auf dem Weg nach Italien nehmen. Gute Idee, finden wir.

Am nächsten Tag kommt Dauerregen, wir essen im Zehntkeller in Konkurrenz zu einer Hochzeitsgesellschaft drinnen und bereiten uns langsam auf die Weiterfahrt nach Mittelfranken vor.